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Russland-Ukraine: Bruch mit dem Völkerrecht durch Russland

Der Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine ist ein offener Bruch des Völkerrechts. Die internationale Staatengemeinschaft hat Sanktionen gegen die russische Regierung und nahestehenden Unternehmungen beschlossen. Die Sanktionen sind weitgehend und dürften vom Ausschluss vom Zahlungssystem, Zugang zu Finanzmärkten bis zum Exportverbot technologischer Waren reichen. Sie betreffen weite Teile der Finanzindustrie, eine «trade black list» dürfte Produkte und Dienstleistungen zahlreicher Unternehmungen miteinschliessen.

Nicht-Einhaltung von UN-Sanktionen führt bei Bekanntwerdung potentiell zu tieferen Ratings, je nach Schweregrad. Diese Information wird im Rahmen der Screenings (von «Kontroversen») angezeigt. Im Falle des russischen Einmarsches in die Ukraine geht die Verletzung von Völker- und Menschenrecht auf ein Mitglied der UN zurück, das über ein Vetorecht verfügt. Die Voraussetzung eines UN-Beschlusses zu Sanktionen ist deshalb problematisch. Inrate wird diese Regel deshalb überprüfen. Das könnte in Einzelfällen zu Ratingänderungen führen. Das Nachhaltigkeitsrating der Russischen Föderation ist in einem tiefen Bereich (tiefstes Quartil) auf Grund der schlechten Governance und einer ressourcenineffizienten und umweltbelastenden Wirtschaft.

Russische Unternehmungen sind Teil der Inrate Abdeckung, insofern sie Konstituenten marktbreiter und gängiger Indizes sind.