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Klimadaten – Basis der ESG-Risikobewertung

Beherrschendes Thema im Bereich Nachhaltigkeit ist der Klimawandel. Die stetig steigende Popularität der Zielsetzung "Net Zero Emissions" weisen ebenso darauf hin wie die jüngste Marktstudie für nachhaltige Anlagen (SSF). Vom Klimawandel gehen langanhaltende Veränderungsprozesse aus, die wirtschaftlichen Risiken werden als längerfristig relevant angesehen. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen herrscht Anpassungsdruck: Innovationen, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, Umbau der Firmen durch Reduzierung der direkten oder indirekten Abhängigkeit von fossiler Energie durch Aufgabe von bisherigen Technologien und Produkten können Folge des Transformationsdrucks sein.
Diese Prozesse sind unternehmungs- und branchenübergreifend und können auf allen Stufen der Wertschöpfungsketten relevant sein. Die Klimadaten, die wir anbieten – Scope 3 inklusive down- und upstream – sind deshalb von hoher Relevanz.

Im Rahmen des Nachhaltigkeits-Reportings und Analysen von Portfolios bezüglich der Klimaszenarien sollen Wirkungen der Klimaveränderung erfasst und quantifiziert werden. Das ist anspruchsvoll, und kann einzig annäherungsweise erfolgen. Ohne aussagekräftige Daten kann die Analyse unvollständig ausfallen und zu Fehlentscheiden führen. Eine Reduktion der Emissionen an Klimagasen bei der Herstellung, beispielsweise von Transportfahrzeugen, sagt möglicherweise dann wenig aus, wenn die Reduktion im Verhältnis zu den Emissionen im Gebrauch des Produktes um ein Vielfaches höher sind und gleichzeitig Alternativen bereits auf dem Markt sind oder in Entwicklung befindlich. Relevant zur Erfassung der Materialität – double materiality - auf der Ebene der Umwelt und einer Unternehmung ist die Beachtung der gesamten Wertschöpfungskette. Damit fliessen die Auswirkungen und Risiken, welche physisch, technisch, wirtschaftlich sowie auch rechtlich entlang dieser Ketten übertragen werden in die Analyse ein.

Inrate Klimadaten umfassen die Wertschöpfungskette von Scope 1 bis zu 3 up- und downstream. Über die eigenen direkten Emissionen an Klimagasen (GHG) berichten immer mehr Unternehmungen, doch zur Wertschöpfungskette (Scope 3) fehlen die Angaben.
Inrate hat das Climate Impact Modell entwickelt, um die Klima Daten systematisch über die gesamte Wertschöpfungskette ermitteln zu können. Das ist für die Risikoanalyse von zentraler Bedeutung. Das Modell ist sektorspezifisch und basiert auf gesamtwirtschaftlichen Statistiken (Input-Output-Matrix), welche die Verflechtungen erfassen. Die Schätzungen zeigen, dass die rapportierten Daten zu Scope 1 und 2 rund einen Viertel der Gesamtemissionen einer Wirtschaftstätigkeit ausmachen.