Inrate AG

Inrate über Facebook - Datenskandal

Inrate sieht Facebook Ausschluss bestätigt

Facebook steht massiv unter Druck: Whistleblower Christopher Wylie, früherer Forschungsleiter bei Cambridge Analytica, hat die Ausmasse des Kundendatenmissbrauchs durch Cambridge Analytica jüngst öffentlich gemacht. Seitdem steht Facebook unter dem Verdacht, wissentlich Kundendaten gesammelt und unrechtmässig weiterverwendet oder sich nicht ausreichend um deren Schutz gekümmert zu haben. Inrate sieht sich in der Einschätzung bestätigt, dass Facebook aufgrund der Mängel beim Schutz von Kundendaten als problematisches Unternehmen einzustufen ist.


War die Entwicklung vorhersehbar?
Im Kontroversen-Monitoring von Inrate wurden für Facebook seit dem Börsengang im Jahr 2012 regelmässig Vorfälle von kontroversem Verhalten registriert. Sowohl die unklare Nutzung der Kundendaten als auch die Intransparenz der Firma gegenüber seinen Anlegern und der Öffentlichkeit stellen aus Sicht von Inrate ein hohes Reputationsrisiko dar.

Seit 2015 beobachtet Inrate einen deutlichen Anstieg der kontroversen Vorfälle bei Facebook. Im Jahr 2016 ist erstmalig die Schwelle von «kritischen» Kontroversen im Schweregrad überschritten worden. Entsprechend hat Inrate Facebook für nachhaltige Investoren im 2016 aufgrund von Kontroversen ausgeschlossen.

Inrate sieht sich mit den neuen, schwerwiegenden Kontroversen von diesem Jahr in der Einschätzung bestätigt, dass Facebook aufgrund der Mängel beim Schutz von Kundendaten als problematisches Unternehmen einzustufen ist.

Generell zeigt sich, dass Unternehmen, die in schwerwiegende Kontroversen involviert sind, meist eine Historie an regelmässigen Vorfällen aufweisen. Inrate ist daher überzeugt, dass mit der gezielten Berücksichtigung entsprechender Kontroversen-Indikatoren das Risikoprofil von Portfolios optimiert werden kann.

Das Inrate Kontroversen-Screening
Das Inrate Kontroversen-Screening basiert auf der systematischen Analyse von Artikeln aus Medien und Fachberichten. Neu auftretende Kontroversen werden kontinuierlich erfasst, in 38 Themenbereiche kategorisiert und der Schweregrad der einzelnen kontroversen Verhaltensweisen bestimmt. Mit Hilfe des Kontroversen-Screenings können Unternehmen ausgeschlossen (z.B. schwerwiegende Fälle von Menschenrechtsverletzungen) oder Unternehmen mit erhöhtem Risiko identifiziert werden.